RICARDA Leitfaden erschienen! 

Leifaden zur RICARDA-Methode (PDF, 2,38 MB)

RICARDA– um was geht es?

Das Projekt "RICARDA – Regional Intellectual Capital Reporting – Development and Application of a Methodology for European Regions" zielt darauf ab, die Methode der Wissensbilanzierung (engl.: Intellectual Capital Reporting / ICR) von der Unternehmensebene auf regionale Netzwerke und Cluster zu übertragen.

Die Initiierung und Unterstützung von Netzwerken zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und intermediären Institutionen gehört seit einigen Jahren zum festen Repertoire kommunaler und regionaler Wirtschaftsförderungen in Deutschland. Solche institutionalisierten Netzwerke (oder "Cluster") sollen durch die Bündelung von Ressourcen, Wissenstransfer und Lerneffekte unter anderem zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligten beitragen. Mittlerweile ist es unbestritten, dass das Gelingen solcher potentialorientierter Ansätze höchst voraussetzungsvoll ist. Es sind gerade immaterielle Faktoren oder – anders ausgedrückt – das intellektuelle Kapital, die für den Erfolg solcher Netzwerkansätze von Bedeutung sind. Dieses intellektuelle Kapital beinhaltet beispielsweise die Kompetenz und Motivation der teilnehmenden Organisationen und ihrer Repräsentanten, die Strukturen der Zusammenarbeit sowie die Verknüpfungen ins regionale und überregionale Umfeld.

Im Rahmen von RICARDA werden Werkzeuge entwickelt, die das Management solcher Netzwerke unterstützen und Entscheidungsträger dieses Politikfeldes informieren sollen. Grundlage ist das Instrument der Wissensbilanzierung, das eine strukturierte Darstellung des innovationsrelevanten, intellektuellen Kapitals einer Organisation mittels Indikatoren versucht. Der Ansatz der Wissensbilanzierung wurde in den letzten Jahren im Bereich der Managementwissenschaften entwickelt und auf Unternehmensebene angewandt.

Projektziele

Arbeitsprogramm

In einer ersten Projektphase erarbeiten regionale Institutionen, Clustermanager und spezialisierte Forschungspartner in vier europäischen Regionen gemeinsam Wissensbilanzen für unterschiedliche "Pilotcluster". Deren Ergebnisse werden dazu beitragen, Ansatzpunkte für verstärkte öffentliche und private FuE-Aktivitäten aufzuzeigen. In einer zweiten Phase werden durch relevante Akteure auf Ebene der beteiligten Regionen sowie in vergleichender Perspektive die Möglichkeiten für einen breiteren Einsatz der Wissensbilanzierung für die Unterstützung von Lernprozessen ausgelotet. Die Projektergebnisse fließen schließlich in ein Handbuch ein, das die Erfahrungen und Anwendungsmöglichkeiten der Wissensbilanzierung für regionale Netzwerke in Europa praxisnah aufarbeiten wird.

RICARDA ist eine Coordination Action innerhalb des Sechsten Forschungsrahmenprogramms und Teil der Ausschreibung Knowledge Regions 2. Die Projektlaufzeit geht von Januar 2006 bis Dezember 2007.